Natürliche Zyklen nutzen: Monatszyklus

In unserem Leben begegnen wir unterschiedlichen natürlichen Zyklen, die Einfluss auf unsere Stimmung, unsere Gesundheit und unsere Energie haben. Mal mehr, mal weniger. In diesem Beitrag will ich aus aktuellem Anlass und meiner Perspektive auf den Monatszyklus eingehen. Ja, es wird auch um die Menstruation gehen.

Ein Zyklus (lat. cyclus = Kreis) ist dadurch charakterisiert, dass eine bestimmte Abfolge zeitlich bestimmt ist und wiederholt wird. Er hat ein Anfang und ein Ende. So ist es mit dem Mond, dem Monat und der Menstruation. Aber auch mit der Woche, dem Tag und dem Leben (sofern im letzten Beispiel Reinkarnation in Betracht gezogen wird).

Um das Ganze aber von vorne zu beginnen, sehen wir uns zusammen grob den Mondzyklus, bzw. die Mondphasen an. Der Umlauf des Mondes um die Erde beträgt etwa 29,5 Tage. Zu Beginn ist er für das menschliche Auge leer, nicht sichtbar – der Neumond. Über die zunehmende Mondsichel erreicht er eine halbe Sichtbarkeit, den Halbmond. Auf halber Strecke ist er für uns in seiner ganzen Pracht als Vollmond zu sehen. Die letzte Mondphase ist also der wiederum abnehmende Mond und der Mond beginnt den nächsten Erdumlauf.

Der Beginn eines Monats bedeutet – besonders in Zeiten des Bullet Journalings – für viele Menschen, zu planen was erreicht werden will und vorauszusehen, was bevorsteht. Die gleiche Zeitqualität hat in alten Traditionen der Neumond. Und die ersten Tage des Menstruationszyklus sind ebenso Tage, in denen viele Menschen mehr Ruhe benötigen, die dazu einlädt, seinen Fokus neu auszurichten. Leider berücksichtigen die Anforderungen der schnelllebigen Zeit diese und andere natürlichen Bedürfnisse nicht mehr, sodass wir umso mehr selbst ein Auge auf uns haben müssen. Ansonsten äußert sich das unbefriedigte Bedürfnis schnell psychosomatisch in mehr Verstimmungen und Schmerzen, als uns lieb ist.

Die Mitte des Monats zeigt Halbzeit für unsere Ziele an, der Vollmond steht am Himmel und die Fruchtbarkeit der Frau hat ihren Höhepunkt erreicht (okay okay, das kommt nicht immer hin). Zeit, spätestens jetzt aktiv zu werden, denn die Kraft steckt in dir.

Am Ende des Monats blicken wir zurück, beenden Projekte, lassen zurück unter unterlassen, was fehlgeschlagen ist. Der Mond hat seine Umrundung beendet, zieht sich zurück. Und die Eizelle der Frau wird abgestoßen, weil sie nicht befruchtet wurde. Dies ist auch traditionell ein Anlass, zu hinterfragen, was nicht erfolgreich gewesen sein könnte, und Vorhaben sowie Pläne zu überdenken. Ich bin nicht in einer „Ich will Kinder“-Lebensphasen, versteht mich nicht falsch.

Mir geht es hier nicht um esoterisches Geschwurbel oder streng miteinander verwobene Zeitqualitäten, sondern um Sensibilisierung dafür, dass mehr in uns und unserem Leben steckt, als wir manchmal glauben. Darum, unsere Möglichkeiten zu entdecken und zu nutzen. Uns zu fokussieren, zurückzunehmen und Dinge in die Tat umzusetzen. Was natürlich ist, will gelebt werden.

Titelbild: Model ich, Fotograf Detlev Janssen

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