Gefühlen Raum geben: Momentaufnahme

In der Kategorie „Momentaufnahme“ erhältst du in Form eines Tagebucheintrags Einblick in eine Situation, deren Hürde ich genommen habe. Ich teile diese Erfahrung mit dir um dir zu zeigen, dass wir Menschen uns stetig weiter entwickeln und anhand von einem alltäglichen Beispiel erfahrbar zu machen, wie ich das tue.

Ich hasse es und ich schäme mich dafür. Dass mich ein 3 Stunden Test aus den Socken haut und ich als wenig belastbar eingestuft werde. Das ist aktuell korrekt und eine andere Einstufung wäre unpassend gewesen, von daher bin ich schon ganz froh, dass von mir nicht mehr erwartet wird als ich aktuell abliefern kann. Der Test zeigt, dass meine intellektuellen Fähigkeiten echt in Ordnung bis herausragend sind.

Nur meine Energie spielt da nicht mit. Und das macht mich traurig, macht mir Angst. Wie kriege ich das wieder so hin, dass ich so viel leisten kann, wie ich will? Es geht vorrangig nicht mal um Erwartungen anderer, z.B. der Krankenkasse, des Jobcenters, des Nachbarn… wer auch immer. Ich habe Ziele, Träume – und Bock!

Aber ich fühlte ich mich seit vorgestern Mittag als wären mir die Hände gebunden. Ich war wieder in der Opferrolle. Ich glaubte, ich packe das alles nicht, weil meine Psyche so kaputt ist.

Bullshit! Ich bin zum einen aktuell nichts gewöhnt, und zum anderen lerne ich erst seit etwa einem Jahr, aus mir selbst heraus Kraft zu schöpfen und mein Leben auf meinen eigenen Beinen aufzubauen. Das dauert seine Zeit, aber Mensch will alles jetzt sofort und in bestem Zustand. Gibt‘s nicht, ist auch halb so wild.

Die letzten 48 Stunden hatte ich Kopfschmerzen, die teilweise so stark waren, dass mir nicht mehr möglich war, als den Raum zu verdunkeln und im Bett vor mich hin zu leiden. Ich habe meine Wahrheit nicht gesehen, und die Verurteilung mitsamt Opferrolle im Hinterkopf ihre Melodien spielen lassen. Als dann „mein Zwilling“ fragte, wie es mir außerhalb der Schmerzen geht, begann es zu rattern.

Und ich darf sagen: Here I am! Ein leichter Druck auf der linken Gesichtshälfte, ein bisschen benommen fühle ich mich noch. Aber ich packe wieder an.

Titebild: Model ich, Fotograf Detlev Janssen

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