Diskriminierung und Vorurteile

„Diskriminierung bezeichnet eine Benachteiligung oder Herabwürdigung von Gruppen oder einzelnen Personen nach Maßgabe bestimmter Wertvorstellungen oder aufgrund unreflektierter, z. T. auch unbewusster Einstellungen, Vorurteile oder emotionaler Assoziationen.“ (Wikipedia Artikel)

Diskriminierung dürfte den meisten Menschen als gesellschaftliches Problem geläufig sein: Diskriminiert werden vor allem Hautfarbe, Religion, Geschlecht und Sexualität. Aber auch Körperformen, Berufe, Musikgeschmack und andere Lebensbereiche.

Psychisch kranke Menschen erleben – (Achtung, Ironie!) wer hätte es gedacht – ebenso diskriminierende Akte im alltäglichen Leben. Am eigenen Leib habe ich sie besonders kraftvoll in Partnerschaft und Freundschaft erlebt. Dann werden z.B. kognitive Fähigkeiten oder Urteilsvermögen aus der Luft niedergeredet, wo es völlig fehl am Platz ist.

Bei genauerer Betrachtung wird schnell klar, dass Diskriminierung immer und ausschließlich auf den Menschen schließen lässt, der diskriminiert. Nicht im Sinne einer Abwertung, so wie er es zuvor tat. Sondern im Sinne einer Einschätzung seiner subjektiven Belastung und seines eingeschränkten Blickfelds. Ursachen gibt es viele. Beobachtungen erinnern andere Menschen oft an eigene Lebensbereiche, die strikt verurteilt werden oder anderweitig von Leid behaftet sind. Steht Mensch dann im inneren Konflikt mit sich selbst und besitzt noch nicht die Kraft, sich mit diesem auseinanderzusetzen, versucht er ihn auf andere zu projizieren oder kompensiert ihn durch vernichtendes Verhalten.

Schön und gut. Wenn jetzt das Selbstwertgefühl nicht stabil ist, fühlst du dich dennoch getroffen. Vielleicht bist du auch enttäuscht, weil du mit solchen Aussagen von xy nicht gerechnet hattest. Pflege deine Wunden, schau dir deine Verletzung an und teile sie dem anderen ruhig mit. Überprüfe, was hier passiert ist und inwiefern du dazu beigetragen hast. Beschütze dich und ziehe die Konsequenzen, die nötig sind. Du bist okay, ganz genau so, wie du bist. Lass die Probleme anderer nicht zu deinen werden, so sehr sie sich das wünschen – lösen tun sie sich nämlich trotzdem nicht dadurch.

Depressive Menschen sind faule Schweine.

Schizophrene sind gefährlich.

Borderliner sind Monster.

Nö 🤷🏼‍♀️

Titelbild: Model ich, Fotograf Detlev Janssen

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