Die Rauhnächte als Me-Time und Akt der Selbstfürsorge

Die Rauhnächte sind wieder in „aller Munde“. Nun ja, zumindest findet dieser alte Brauch wieder vermehrt in die heutige Zeit zurück. Ich freue mich darüber sehr, aus unterschiedlichen Gründen. Denn nicht nur als spiritueller Mensch, der seinen Glauben am ehesten in der Naturreligion oder im Buddhismus angesiedelt findet, sondern auch als Mensch mit psychischen Erkrankungen ist die Inspiration, die dir dieser Brauch geben kann, sehr wertvoll.

Auf’s Unspirituellste heruntergebrochen (ich versuch’s mal…) ist die Zeit um Weihnachten und Silvester herum die, zu der sich die meisten Menschen Urlaub nehmen (möchten), sich zurück ziehen und zur Ruhe kommen. Vielleicht triffst du deine Liebsten zu einem Festessen, sprichst über Vorsätze und die vergangenen Monate. Vielleicht gönnst du dir aber auch eine Reise und den Tapetenwechsel, fernab vom Alltagsstress. Oder du ziehst dich auf deine Couch mit Tee und Kakao zurück und genießt Ruhe, ein gutes Buch oder Netflix. Who cares – deine Zeit, deine Entspannung. Wirklich unspirituell ist das aber nicht – denn du nimmst deine Bedürfnisse und Gefühlswelt wahr und ernst, verbindest dich mehr mit dir selbst, der Liebe in deinem Leben, und der geistigen Ebene. Das nur am Rande 😉

Die Zeit zwischen den Jahren (traditionell sind die 12 Nächte nach der Wintersonnenwende gemeint, heutzutage aber oft – wen wundert es? – nach Heiligabend) lädt zu Innenschau, Ruhe, Abschied und Neuausrichtung ein. Sie kann so vielseitig gestaltet werden, wie du es dir vorstellst. Am meisten verbreitet ist das Aufschreiben der Träume, die sich dir in den Rauhnächten zeigen, das Räuchern mit unterschiedlichen Kräutern und Harzen sowie Meditieren mit dem Fokus auf Träume, Wünsche, Gedanken und Gefühle. Wer Lust auf Mystik, Rituale und Esoterik hat, der wird vermehrt orakeln, schamanisch reisen, rituelle Gegenstände herstellen und weihen und Kraftorte aufsuchen.

Als Buchtipp möchte ich dir Elfie Courtenay’s „Rauhnächte“ an die Hand geben, welches Hintergrundinformationen zum Brauch bereitstellt und sehr viel Inspiration zum Begehen der Rauhnächte liefert. Ich habe es auch im letzten Jahr schon genutzt und tue dies auch dieses Jahr wieder. Ich für meinen Teil bin eher der spirituell-selbstfürsorgliche Mensch ohne großen Bezug zu Orakeln oder schamanischen Reisen und bin mit Elfies Geschriebenem sehr glücklich.

Wie wärs’s, wenn du dir selbst das Versprechen gibst, dir jeden Tag 15 Minuten Zeit einzuräumen, um zu meditieren oder zu reflektieren und zu träumen? Und du zusätzlich eine halbe Stunde am Abend für etwas blockst, das dir Kraft gibt – z.B. lesen, spazieren, baden, eine Serie schauen, backen, malen…?

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