Die Corona-Krise als Zeit der Reflektion

Auf die Ausbreitung des Coronavirus‘ reagieren wir Menschen ganz unterschiedlich – und auf diese Reaktionen folgen weitere Reaktionen.

Es bilden sich meiner Ansicht nach vor allem zwei Gruppen, folglich unterteilt nach Grundstimmung:

  1. Angst: Menschen sorgen sich um ihre Gesundheit und tätigen Hamsterkäufe um auf eine Lebensmittelknappheit und/oder eigene Infektion vorbereitet zu sein und fühlen sich von weniger umsichtigen Menschen bedroht, da diese nicht an ihre Mitmenschen denken.
  2. Wut: Menschen ignorieren das Virus und die angeratenen Sicherheitsvorkehrungen und streuen Zynismus und Aggression in Richtung der Menschen, die aktuelle Vorräte in Supermärkten und co. aufbrauchen ohne an ihre Mitmenschen zu denken.

Empathy is the key. Beide Gruppen fühlen sich unverstanden und glauben, die anderen seien Egoisten. Dass wir Menschen auf diese beiden Arten auf eine große Herausforderung reagieren ist völlig natürlich (fight /flight), und keiner muss sich dafür schämen. Es sollte dennoch dazu gehören, diese Reaktionen und Emotionen zu hinterfragen und zu verstehen, was hier grade vor sich geht. Und in vielen Fällen liegt die „Wahrheit“ irgendwo zwischen den Extremen.

Aufklärung ist super – mach dich schlau! Glaube nicht alles, was dir der Nachbar oder der Influencer erzählt. Auch ich kann hier auf meinem Blog alles mögliche zusammenschreiben und dir schmackhaft machen. Alle wichtigen und seriösen Informationen zum Thema findet ihr z.B. auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit.

Solltest du die angeratenen Vorsichtsmaßnahmen befolgen, bist du entsprechend deutlich mehr Zuhause und nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Das kann – je nach Lebensstil – über kurz oder lang eintönig, langweilig und einsam werden. Wer bereits aktiv an seiner mentalen Gesundheit arbeitet, mag jetzt sogar im Vorteil sein. Denn dann lernst du bereits, mit dir alleine glücklich zu sein, deine Zeit einzuteilen wie sie dir gut tut, und hast unterschiedliche Hobbies und Beschäftigungen gefunden, mit denen du dir deine Zeit vertreiben aber sie auch wirklich sinnvoll nutzen kannst. Wenn du eher Typ „je mehr ich unterwegs bin und arbeite, desto weniger fühle ich mich selbst und denke nach“ bist, könntest du jetzt etwas in’s Schleudern geraten. Bzw. im Gegenteil – der Schleudergang endet und du fühlst… hm… was? Außer du bist einer der Krankenpfleger, Ärzte, Apotheker usw., die grade auf Hochtouren laufen (an dieser Stelle, DANKE!).

Ende vom Lied ist Folgendes: Selbstfürsorge ist das A und O in dieser Zeit. Und es gibt viele Bausteine, die helfen, deine Selbstfürsorge nach und nach zu steigern. Am Anfang bist du völlig überwältigt von Emotionen und Gedanken, die du sonst leicht wegschieben kannst. Aber Wegschieben und Verdrängen ist kein fürsorglicher Umgang mit dir selbst (sondern ein Abwehrmechanismus – Google ist dein Freund, falls dich das Thema interessiert). Du denkst jetzt vielleicht, dass du dich doch aber nicht den ganzen Tag um deine Sorgen und Ängste kreisen kannst. Richtig. Deine Sorgen und Ängste zeigen dir aber, was du brauchst. Sie zeigen dir Bedürfnisse an. Wenn du sie wegschiebst, und dich mit irgendeinem Scheiß ablenkst, wird deine Angst dich dein ganzes Leben lang begleiten und du wirst immer in dem Muster bleiben, dich von dir zu entfernen. Sorry, aber: Ist das nicht Mist? How about: Sorge anschauen, Gefühle fühlen, aushalten und auffangen (oder aufgefangen werden) und Plan aufstellen, wie du dir und deinen Gefühlen gerecht werden kannst?

Und da komme ich zum größten Stolperstein, den sehr viele Menschen gar nicht mehr wahrnehmen: Gefühle. Diese aushalten, reflektieren und analysieren. Ging mir genauso, von daher weise ich das gar nicht von mir. Und mein Weg ist noch lange nicht zuende. Und auf dem möchte ich dich in der heutigen Zeit mehr mitnehmen. Denn das, was Menschen an mir wiederkehrend schätzen, ist meine Fähigkeit zur Reflektion. Ich nehme das manchmal gar nicht mehr als etwas so besonderes war, bis ich dann wieder sehe, wie gering diese Fähigkeit bei vielen Menschen ausgeprägt ist. Auf meinem Instagram Kanal kannst du immer wieder Inspiration dazu finden, selbst zu reflektieren. Sieh mir dabei zu, wie ich es tue und probiere es einfach selbst aus. Nimm Fragen auf und stelle sie dir selbst. Integriere sie in deinen Alltag. Vergisst du das mal, ist das ganz normal – auch mir passiert das. Vielleicht macht es dir auch Mut, zu sehen wie ich mit Gefühlen immer wieder struggle und dann einen Umgang finde. Lass dich erinnern und stell dich Gedanken und Gefühlen von neuem. Wenn du ganz oft wieder von neuem begonnen hast, wird sich diese Gewohnheit zu reflektieren einpendeln, und du gelangst leichter an deine Bedürfnisse. Und hey, das ist doch unser aller Ziel. Unsere Bedürfnisse erfassen, Wege finden, diese zu erfüllen, und glücklich zu leben.

Pass auf dich auf! Grenze dich ab, fühle dich selbst, tu dir was Gutes und nimm deine Gedanken bewusst wahr. Und immer dran denken: Es geht hier nicht nur um dich. Sondern um uns alle.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: